SPD Ortsverein Bautzen und Umgebung

Sterbebegleitung für die ländliche Region?

Pressemitteilung

Die am 29.7. von der SZ zitierten Studie fordert, die Infrastruktur-Erhaltung im ländlichen Raum einzustellen und zur Sterbegebleitung überzugehen.
Kreativfrei wird die Option, den ländlichen Raum zu erhalten und auch in Schrumpfphasen aktiv zu unterstützen, als von vornherein ökonomisch unsinnig dargestellt. In einer wissenschaftlichen Betrachtung hätte man vor solch einer endgültigen Schlussfolgerung schon differenziertere Betrachtungen erwarten dürfen. Insbesondere auch die Suche nach positiven Beiträgen. Wie hoch sind bspw. Transferleistungen aus dem ländlichen Raum in die Städte, weil dort die gemeinsam finanzierten Behörden gut bezahlte Stadtjobs kreieren und Kaufkraft dorthin ziehen? Wie viel geringer sind die Sozialleistungen pro Kopf auf dem Land, weil sich Menschen in einem persönlichen Umfeld nachgewiesenermaßen gegenseitig mehr helfen, als in der anonymen Stadt? Wie vielen investitionswilligen Enthusiasten wurde nach Unterstützung durch Kommune und Landkreis dann vom hochherrschaftlichen Regierungpräsidium in Dresden mit fadenscheinigen, meist aber gleich ganz ohne Begründungen eine Investition auf dem Land in Gewerbe oder attraktiven Wohnraum untersagt? Um wie vieles sind die kleinen Kommunen durch geringere Schlüsselzuweisungen pro Kopf benachteiligt? Welche solcher negativen Rahmenbedingungen, die die zum Wettbewerb angetriebenen Dörfer an die Kette legen, führen zwangsläufig zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung der sterbenden Dörfer?
Keine Rede auch von den Möglichkeiten, die neue Arbeitsformen für Jobs mit geringem Präsenzbedarf also örtlicher Flexibilität und neue Technologien für kostengünstige Infrastruktur- und Kommunikationslösungen bieten oder Vorschläge, wie deren Umsetzung durch den Staat gefördert werden kann.

Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, Fakten zu sammeln, auszuwerten und vielseitige Optionen aufzuzeigen. Die Auswahl und Entscheidung sollte sie schon der gesellschaftlichen Diskussion überlassen. Und diese sollte dringend geführt werden. Ich denke, der Erhalt der traditionellen Kulturlandschaft ist uns sicher einiges wert und sollte es auch sein! Wollen wir wirklich menschenleere Gebiete zwischen Bautzen und Cottbus? Andere Flächenländer machen es uns da besser vor und belächeln eher sächsische vermeintlich ach so hohen Infrastruktur-Belastungen. Den Studien-Experten aber auch den ähnlich denkenden landespolitischen Entscheidern ist dringend eine Fahrt nach Neuseeland oder Skandinavien zu gönnen oder schon ein Blick bspw. auf den bayrischen Landesentwicklungsplan, um mehr Kreativität und andere Aspekte als die reine Dollar-Sicht in ihre Gedankenwelt aufzunehmen!

Mit freundlichen Grüße,
Martin Schneider

Vorsitzender SPD OV Bautzen und Umgebung
Tel. 0151-10704799, schneidersmartin@gmail.com
 
 

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