SPD Ortsverein Bautzen und Umgebung

Pressemitteilung: SPD Bautzen kritisiert Ehrung von Willy Wimmers mit Bautzener Friedenspreis 2019

Pressemitteilung

Pressemitteilung vom 5.2.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am Freitag wurde durch den Verein Bautzner Frieden der Bautzner Friedenspreis 2019 im Deutsch-Sorbischen Theater an Willy Wimmer und an Leuchtturm Majak e.V. verliehen. Die SPD Bautzen distanziert sich deutlich von der Ehrung Willy Wimmers.

Der Verein „Bautzner Frieden“ ist eine Gruppe engagierter Menschen aus Bautzen, die den Frieden als ihr Hauptthema begreifen. Lobenswert, denn Frieden heißt ja erst einmal die Abwesenheit von Gewalt und Hass, möglichst für und zwischen allen Menschen. In Bautzen, in Europa, über alte Ost - West Grenzen und Ideologien hinweg und in der Welt und überhaupt. Löblich, wenn es so definiert würde. Doch es mischen sich ein paar Dinge in das ungetrübte Bild, die es zu hinterfragen gilt. Der „Bautzener Frieden“ fiel in der Vergangenheit sporadisch dadurch auf, Menschen mitwirken zu lassen, die von der Polizei als verfassungsfeindliche Rechtsextreme eingestuft werden. Eine Distanzierung fand, trotz scharfer Kritik, nicht statt.

Die jetzt durchgeführter Ehrung des ehemaliger CDU Staatssekretär aus dem Verteidigungsministerium Willy Wimmer reiht sich hier ein. All seine Verdienste für den Frieden, die es zu würdigen gilt und ehrenwert sind, treten in den Hintergrund, setzt man sich mit dem Beitrag für das Ostsachsen TV auseinander. Wimmer formuliert dort: „ Seit dem gegen Deutschland und Österreich-Ungarn 1914 geführten Vernichtungskrieg und die Vollendung dieser Politik 1919 in Versailles, ist die Welt aus den Fugen ... Deutschland war bis 1914 eine europäische Friedensmacht ...  Der Weg in den Ersten Weltkrieg war davon bestimmt, daß internationale und nationale jüdische Interessen auf der Seite des kaiserlichen Deutschland standen und erst die britisch-französische Zusage für eine „Heimstatt Palästina“ den Kriegseintritt der Vereinigten Staaten ... bewirken konnte“ (kompletter Beitrag >> hier). Dies ist eine unerträgliche Mischung aus Geschichtsverklärung und Antisemitismus. Beides ist gefährlich, es ist Demagogie, die Tür und Tor für noch Schlimmeres öffnet!

Unser Oberbürgermeister Alexander Ahrens hat aufgrund dieser Passagen seine Teilnahme an der Verleihung des Friedenspreises abgesagt. Wir können uns dem nur anschließen.


Mit freundlichen Grüßen,

Martin Schneider, SPD OV Vorsitzender Bautzen

 
 

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