SPD Ortsverein Bautzen und Umgebung

Brief an die Stadträte

Kommunales

von Markus Gießler

Liebe Stadträte, Liebe Freunde, Liebe Unterstützer,

nach dem die SZ am 25.09.2015 in ihrem Artikel „Bautzen bekommt eine neue Kita“ die Pla-nung einer neuen städtischen Kita (Krippe, Kita und Hort) auf dem Schützenplatz meldet, möchte ich mich als Organisator der Vernetzungstreffen der Bautzener Kitas, Krippen und Horte dazu zu Wort melden. Auch wir haben schon häufig über das Thema der Weigang Krippe und den potenziellen Neubau diskutiert, schließlich dümpelt dieses Thema seit fast drei Jahren mit mal mehr und mal weniger konkreten Plänen seitens der Bautzener Verwaltung dahin. Obgleich das ewige hin und her des Standortes und die zum Teil sehr falsche Berichterstattung durch die SZ (viele Eltern, aber auch ErzieherInnen sind sehr verwirrt), sind wir erfreut, dass nun Bewegung in das Geschehen kommt. Auch der Standort des Schützenplatzes ist nicht der schlechteste Standort. Allerdings fragen wir uns, ob die Verwaltung nicht rechnen kann:
 

Nach derzeitigem Stand hat die Weigang Krippe 55 Plätze. Nach Angaben der Verwaltung stehen 10 Kinder auf der Warteliste. Das bedeutet, dass mindestens 65 Krippenplätze in Bautzen schon jetzt benötigt werden. Nun soll am Schützenplätz eine „Megakita“ mit 30 Krippenplätzen gebaut werden und parallel dazu werden in der Schiller-Kita 26 zusätzliche Krippenplätze geschaffen. Das sind insgesamt 56 Krippenplätze, die geschaffen werden, wenn die Weigang Krippe geschlossen wird, also nur 1(!) Platz mehr, als jetzt schon an Kapazität vorhanden ist. Benötigt werden aber jetzt schon 65 Plätze. Eine Rechnung die nicht aufgeht, auch wenn in dem Artikel der SZ auf Tagesmütter verwiesen wird. Hier möchte ich nur darauf hinweisen, dass eine Tagesmutter nicht unbedingt mit der Arbeit einer ausgebildeten Erzieherin gleichgesetzt werden kann und sollte. Es werden also bei dem (zugegeben noch sehr unsicheren) geplanten Neubau am Schützenplatz und der Erweiterung der Schiller-Kita keine neuen Krippenplatzkapazitäten geschaffen. Bautzen plant nicht in die Zukunft. Hierbei sei nur die 80%-Quote der betreuten Kinder in Bautzen erwähnt und die Zunahme der Asylsuchenden in unserer Stadt, deren Kinder bisher in keinem Bedarfsplan der Stadt auftauchen.

Einige weitere zu bedenkende Punkte sind: Die Schiller-Kita bezieht ein ebenso altes Gebäude wie die Weigang Krippe. Der Außenbereich ist jetzt schon nicht sehr groß, wie wird sich die Situation mit 25 zusätzlichen Krippenkindern auswirken?
Mit Schließung der Weigang Krippe, verliert Bautzen nicht nur die einzige alleinstehende Krippe, sondern auch die einzige Innenstadt-Kita.

Wir sind uns bewusst, dass die Weigang Krippe geschlossen werden muss, aus baulichen Gegebenheiten. Jedoch verweist der SZ Artikel auch hierbei auf falsche Zahlen. Er gibt an, dass bereits 2017 die Krippe geschlossen werden soll. Nach den Informationen der ErzieherInnen wird 2017 zunächst eine Etage geschlossen aber die Krippe weiter betrieben.

Ich möchte vor allem unsere Stadträte dazu aufrufen, in die Zukunft zu planen und sich vielleicht auch Gedanken über einen besseren Betreuungsschlüssel zu machen. Sprechen Sie mit den unmittelbar betroffenen ErzieherInnen und verlassen Sie sich nicht nur auf die Verwaltung. Beziehen Sie bei der Planung die ErzieherInnen mit ihren unglaublich innovativen, kreativen und tollen Ideen mit ein. Gern bin auch ich bereit, bei der Ideenfindung und einem potenziellen Planungsgremium aktiv mitzuarbeiten. Es gibt viele Möglichkeiten, aber ein mit falschen Angaben versehene Information aus der SZ trägt nicht zum Verständnis oder zur Befriedigung des Themas bei.


Mit solidarischen Grüßen

Markus Gießler
Organisator Vernetzungstreffen

Mobil: 01774226116
Mail: markus_giessler@arcor.de
 

 
 

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